Therapie

Akupunktur

Die Akupunktur ist eine zentrale Säule der Therapie in der Traditionellen Chinesischen Medizin. Hierbei werden Reflexpunkte auf der Haut mit Nadeln stimuliert (siehe Foto 1), um neurovegetative Muster auszulösen oder zu korrigieren. Dies führt zu einer in der Regel unmittelbar fühlbaren Veränderung z.B. im Sinne einer Schmerzreduktion und einer allgemeinen Entspannung und Harmonisierung des gesamten Körpers. Wir bieten neben der Körperakupunktur-, Ohr-, Hand- und Schädelakupunktur auch die klassische Behandlung des sogenannten "blutigen Schröpfens", das insbesondere in der Schmerztherapie von unschätzbarem Wert ist. Hier wird mit einer kurzen Hohlnadel an Akupunkturpunkten oder entlang von Meridianen mehrfach eingestochen, und direkt im Anschluss ein Schröpfkopf aufgesetzt, um den Austritt eines kleinen Bluttropfens an der Hautoberfläche zu provozieren. Hierdurch werden komplexe biochemische Mechanismen der Wundheilung in Gang gesetzt, die einen über viele Stunden anhaltenden lokalen Gewebseffekt bewirken.

Moxibustion

Im Rahmen der Akupunkturbehandlung setzen wir – insbesondere bei chronischen Schmerzen, muskulären Verspannungen oder Erschöpfungszuständen – häufig die sogenannte "Moxibustion" ein. Bei dieser traditionellen Wärmetherapie werden ausgewählte Akupunkturpunkte mit Hilfe langsam verglimmenden Beifußes (Moxa) gezielt erwärmt. Die sanfte, tief eindringende Wärme fördert die lokale Durchblutung und kann die Mikro-zirkulation im behandelten Gewebe über mehrere Stunden verbessern. Aus Sicht der Traditionellen Chinesischen Medizin dient die Moxibustion dazu, sogenannte "Kälte" aus dem Körper auszuleiten. Mit diesem Begriff werden Beschwerden beschrieben, die sich beispielsweise durch ziehende Schmerzen, Steifigkeit, Verspannungen oder ein Gefühl der Bewegungseinschränkung äußern und sich typischerweise durch Wärme bessern

Chinesische Heilkräuter

In der Traditionellen Chinesischen Medizin gilt der Grundsatz, dass chronische Beschwerden oder Erkrankungen zusätzlich zur Akupunktur immer mit Heilkräutern behandelt werden müssen. Diese Heilkräuter werden nach Erhebung der Puls- und Zungendiagnose individuell zusammengestellt und in Form einer Abkochung (sog. Dekokt) oder eines Granulats täglich eingenommen. Wir achten besonders darauf, dass es hierbei zu keinen unerwünschten Wechselwirkungen mit schulmedizinischen Medikamenten kommt. Zudem führen wir bei längerfristiger Einnahme zur Überwachung der Therapiesicherheit eine Kontrolle der Leber- und Nierenwerte durch. Die verordneten Heilkräuterrezepturen werden nach Beschwerdebild und Körperstatur in der Zusammensetzung und Dosierung individuell angepasst. Der Geschmack beim Verzehr wird in der Regel als "wenig wohl-schmeckend" beschrieben. Die Zugabe eines Teelöffel Honigs kann hier ggf. eine kleine geschmackliche Verbesserung bewirken.



"Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht"

- Zen Weisheit -

Tuina

Tuina ist die Manuelle Therapie in der Traditionellen Chinesischen Medizin, eine weitere klassische Säule der Behandlung. Der Begriff Tuina setzt sich aus den Worten "tui" (= schieben, drücken) und "na" (= greifen, ziehen) zusammen und umfasst verschiedensten manuelle Techniken (wie z.B. Akupressur, Kneif-, Zupf-, Zug-, Mobilisations-, Klopf-, Reibe- und Streichtechniken) mit denen Akupunkturpunkte, Meridiane sowie Bindegewebe, Muskeln und Faszien stimuliert werden. Meist findet schon am Anfang jeder Akupunktursitzung eine kurze Tuina-Behandlung statt, um stark "blockierte" Akupunkturpunkte bereits vor dem ersten Nadeleinstich zu finden und zu lösen.

Laserakupunktur

Die Laserakupunktur ist eine Form der nadelfreien und somit komplett schmerzfreien Akupunktur, bei der die Akupunkturpunkte mit einem speziellen Laser für eine definierte Zeit bestrahlt (siehe Foto) werden. Sie eignet sich insbesondere für Kinder und Menschen mit Angst vor Nadeln. Wir verwenden für die Laserakupunktur ein spezielles Gerät vom Hersteller Laserneedle, das mit der sogenannten High Power Density Technik einen Laser im roten Wellenlängenbereich so bündelt, dass am Therapieort eine extrem hohe Leuchtdichte (Anzahl der Photonen pro Fläche) zu messbaren anti-entzündlichen, regenerativen Effekten führt, ohne dabei thermische Nebenwirkungen zu erzeugen.

Aufrichtung

Bei der "Inneren Aufrichtung" wird - ähnlich wie bei einer Osteopathie - der Körper ganz sanft mit wenigen Berührungen für eine Dauer von ca. 20 - 30 min behandelt. Ziel ist es, im Zentrum des Körpers (am sogenannten "Zentralkanal") eine harmonische Aktivierung zu erzeugen, so dass ein neurovegetativer Ausgleich zwischen Ober- und Unterkörper sowie rechter und linker Körperhälfte hergestellt wird. Diese "innere" Arbeit ergänzt Techniken wie die Akupunktur und Tuina, bei denen der therapeutische Fokus auf den äußeren Meridianen liegt. Wir empfehlen diese Therapie insbesondere nach chirurgischen Eingriffen, Schwangerschaften und Entbindungen sowie Unfällen oder emotionalen Traumata.

"Wer seinen eigenen Weg geht, dem wachsen Flügel"

- Zen-Weisheit -


Bioadaptive Impulstherapie (medkey)

Bei der bioadaptiven Impulstherapie werden über einen Handapparat (medkey) flächig oder punktuell elektrische Impulse unterschiedlicher Frequenz und Intensität wie eine Art Frage über die oberen Hautschichten in den Körper geleitet. Die Körperreaktion wird als Antwort vom Gerät gemessen und ausgewertet, um den passenden Therapieimpuls individuell den aktuellen Körpergegebenheiten anzupassen. In Echtzeit entsteht damit eine Art "Dialog" zwischen Gerät und Körper, der es ermöglicht, optimale Behandlungsreize über die Hautoberfläche zu vermitteln, die im Gewebe vor Ort eine Heilreaktion auslösen können (z.B. im Sinne einer Verbesserung der Lymphdrainage, der Mikrozirkulation oder Regulation der Muskelspannung). Hierdurch können bereits in einer Therapiesitzung Schmerzen und Gewebsdysfunktion spürbar verbessert werden. In unserer Praxis wird diese Therapie häufig mit der klassischen Chinesischen Manuellen Therapie (Tuina) kombiniert.

BEMER®-Magnetfeld-therapie zur Verbesserung der Mikrozirkulation 

Die Mikrozirkulation beschreibt den Blutfluss in den kleinsten Blutgefäßen des Körpers. Über dieses fein verzweigte Gefäßnetz werden Sauerstoff und Nährstoffe zu den Körperzellen transportiert und Stoffwechselprodukte wieder abtransportiert. Eine gut funktionierende Mikrozirkulation ist daher eine wesentliche Voraussetzung für die Regeneration und Leistungsfähigkeit nahezu aller Gewebe. Störungen der Mikrozirkulation können bei einer Vielzahl chronischer Erkrankungen und Beschwerden eine Rolle spielen oder deren Verlauf ungünstig beeinflussen. Hierzu zählen unter anderem chronische Schmerzen, Polyneuropathien, Fatigue-Syndrome, Muskelschwäche oder auch Durchblutungsstörungen. In der Traditionellen Chinesischen Medizin werden vergleichbare funktionelle Regulationsstörungen unter Begriffen wie „Kälte“, „Blutmangel“ oder „Yang-Mangel“ beschrieben. Ein therapeutischer Ansatz zur Unterstützung der Mikrozirkulation ist die BEMER®-Magnetfeldtherapie. Dabei werden schwache, pulsierende elektromagnetische Signale eingesetzt, die nach bisherigen Untersuchungen die spontane Eigenbewegung der kleinsten Blutgefäße – die sogenannte "Vasomotion" – positiv beeinflussen können. Die Vasomotion beschreibt das rhythmische Zusammenziehen und Erschlaffen kleinster Blutgefäße und trägt wesentlich dazu bei, dass das Gewebe gleichmäßig mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt wird. In experimentellen Untersuchungen mittels Intravitalmikroskopie konnte gezeigt werden, dass das BEMER-Signal die Vasomotion beeinflussen kann (Klopp et al., 2013). Darüber hinaus gibt es Hinweise aus weiteren Studien zur pulsierenden elektromagnetischen Feldtherapie, dass unter anderem Kalziumkanäle sowie die Bildung des gefäßerweiternden Botenstoffs Stickstoffmonoxid (NO) beeinflusst werden könnten. Die genauen Wirkmechanismen sowie die klinische Bedeutung dieser Effekte werden jedoch weiterhin wissenschaftlich untersucht.

Qigong

Qi Gong bedeutet übersetzt "Arbeit mit dem Qi" ("Qi" entspricht "Energie"). Es ist ein System von meditativen Atem- und Bewegungsübungen, die bei regelmäßiger Durchführung zu einem nachweisbaren "neurovegetativen Lerneffekt" führen, d.h. hierdurch können unbewusste Störmuster in der Körperregulation korrigiert werden. Qi Gong ermöglicht dem Patienten, durch regelmäßiges Praktizieren einzelner Übungen seine Körpersteuerung dauerhaft selbstständig positiv zu beeinflussen. Wir empfehlen unseren Patienten anfangs, wenige Übungen täglich mind. 3 Mal für 5 Minuten zu wiederholen, denn so stellt sich am Schnellsten ein Lerneffekt im Nervensystem ein - wie beim Erlernen eines neuen Musikinstruments. Zu Beginn wirken Qi Gong Übungen für das ungeschulte Auge häufig eher unspektakulär, da sie in der Ausführung sehr einfach sind. Die eigentliche Herausforderung liegt in der inneren Haltung - eine wertungsfreie Achtsamkeit sollte jede noch so banal wirkende Bewegung von Anfang bis Ende behutsam begleiten.

"Was vor uns liegt und was hinter uns liegt sind Kleinigkeiten zu dem, was in uns liegt. Und wenn wir das, was in uns liegt, nach außen in die Welt tragen, geschehen Wunder"

- Henry David Thoreau -

Plasmatherapie

Kaltes atmosphärisches Plasma ist ein teilweise ionisiertes Gas mit einer Temperatur unter 40° C. Es eignet sich ausgezeichnet zum Einsatz auf menschlichem Gewebe und zerstört nachweislich sehr effektiv Bakterien, Pilze und Viren. Aufgrund dieser Eigenschaft hat sich die Plasmatherapie mittlerweile bereits im Therapieangebot renommierter Kliniken etabliert und kommt insbesondere bei der Behandlung von infizierten oder chronischen, nicht heilenden Wunden, entzündlichen Hauterkrankungen, Verbrennungen, Herpes sowie Pilzbefall von Haut, Nägeln und Schleimhäuten zum Einsatz.

Kinesio-Taping 

Hierbei handelt es sich um eine Form der schmerzfreien Behandlung von Bindegewebe, Faszien und Muskeln, durch Aufkleben von elastischen Bändern, die über mehrere Tage getragen werden. Kinesio-Taping setzt eine langanhaltenden, unterschwelligen Therapiereiz, der helfen kann, die Lymphdrainage anzuregen, die Mikrozirkulation zu verbessern und die Spannung von Muskeln und Faszien zu korrigieren. Kinesio-Tapes sind unter anderem bei Sportlern sehr beliebt, da sie während des Sports, beim Duschen und Schwimmen über mehrere Tage durchgängig auf der Haut verbleiben können.

Kinesiologie

Kinesiologie bezeichnet ganz allgemein die Technik, anhand von Muskeltests unbewusst verfügbare Informationen über den Körper zu erheben. Diese Ebene der Kommunikation mit dem unbewussten Wissen (= Intuition) kann in Ergänzung zur Diagnostik der Schulmedizin und Traditionellen Chinesischen Medizin genutzt werden, um z.B. versteckte Ursachen von chronischen Beschwerden zu begreifen und zu lösen. In unserer Praxis wird die Kinesiologie ausschließlich im System des EmotionCode, BodyCode und BeliefCode nach Dr. Bradley Nelson angewendet. Eine Zertifizierung für alle drei Stufen liegt vor. Eine streng wissenschaftliche Grundlage zu kinesiologischen Techniken existiert bislang nicht - die Effekte können jedoch erstaunlich sein.